Es gibt eine bundesweite Evidenz zur gesundheitlichen Ungleichheit, die konsequent in die Öffentlichkeit getragen werden muss. Mit großer Übereinstimmung zeigen Befunde für Deutschland, dass Menschen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status deutlich häufiger von gesundheitlichen Beeinträchtigungen und schwerwiegenden chronischen Erkrankungen betroffen sind als jene mit höherem sozioökonomischem Status.
Die Akteur*innen des Kongresses eint die Vision, dass alle Menschen ein selbstbestimmtes und gesundes Leben führen können, so wie es entlang der Ottawa Charta aufgezeigt wird. Es braucht eine Public Health-Strategie und -Struktur für Deutschland, die die Situation von Menschen in schwieriger sozialer Lage konsequent miteinschließt.
Diesem Thema nimmt sich schon seit Jahren engagiert und parteiisch der Kongress „Armut und Gesundheit“ an, der mittleiweile die zentrale Public Health-Veranstaltung in Deutschland ist.
Seine Akteur*innen sensibilisieren für den Zusammenhang von Armut und Gesundheit und bringen diesen in die Öffentlichkeit ein.
Mit der stetigen Perspektive auf Ungleichheit findet eine nachhaltige Verankerung des Themas Armut im öffentlichen Diskurs von Public Health sowie die Besetzung des Themas Gesundheit im Diskurs zu Armut statt.
Auch in Zeiten, in denen verschiedene Krisen (Pandemiegeschehen, Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, Klimakrise) auf der politischen Agenda priorisiert werden, wird diese Perspektive beibehalten. Der Kongress übernimmt so auch Anwaltschaft für Menschen mit Armutserfahrungen und für den Zusammenhang von Armut und Gesundheit.
Die WALI beteiligte sich an einer Veranstaltung in Kooperation mit der HAGE e.V. aus Frankfurt. Titel war „Gelebte Demokratie – wer ist Teil demokratischer Prozesse? Chancengerechte und partizipative Angebote gestalten.“
Obwohl der Workshop am zweiten Tag und in der letzten Zeitschiene des Kongresses stattfand, war die Veranstaltung gut besucht und es kam zu einem lebendigen Austausch über die Thematik.
Mehr über unsere Gesundheitsangebote findet ihr unter Gesundheitscafé und Gesundheit und Prävention auf unserer Website.