3. Auflage der Broschüre ''Leben mit wenig Geld'' wurde veröffentlicht

In einer Auflage von 10.000 Exemplaren präsentierte die WALI am Mittwoch, dem 18.01., die dritte Auflage Ihrer Broschüre „Leben mit wenig Geld – Ein Ratgeber“.

Peter Diegel-Kaufmann als Geschäftsführer der WALI, betonte in seiner Begrüßungsrede die einschneidenden Veränderungen der sozialen Landschaft in unserer Region, die eine Neuauflage notwendig, aber auch schwierig machten: die Umstrukturierungen des kommunalen Jobcenters, die Einführung des P-Kontos und veränderte Regelungen im Schuldenbereich, neue Adressen von Trägern und Institutionen sowie eine andere Schwerpunktsetzung auf den Jugendbereich, wären in die Broschüre eingearbeitet worden.

„Die Finanzierung des 19.000 Euro teuren Heftes war ein Balanceakt“, stellte Diegel-Kaufmann klar, da die WALI einen nicht unerheblichen Teil der Kosten selbst getragen hätte. Gleichzeitig dankte er aber auch dem Lahn-Dill-Kreis, der Stadt Wetzlar, Grips-Design, Wetzlar Druck, dem kommunalen Jobcenter Lahn-Dill sowie kirchlichen Gruppen für ihre unterschiedlichsten Formen des Sponsoring, die damit zum Gelingen der Broschüre beigetragen hätten.

Landrat Wolfgang Schuster machte anhand von aktuellen Zahlen deutlich, wie wichtig die Broschüre für die betroffenen Menschen sei. Bei über 19.000 Personen, das sind über 8 % der Bevölkerung im LDK, die von Hilfsleistungen leben müssen, seien Initiativen wie die der WALI auch in Zukunft notwendig und hilfreich. In diesem Zusammenhang lobte er auch die jahrelange „Lobbyarbeit“ der WALI für die Interessen der von Arbeitslosigkeit und Armut betroffenen Menschen im Kreis.

Diesem Dank schloss sich Bürgermeister Manfred Wagner an, der die Broschüre lobte, da sie den Menschen helfen würde, an gesellschaftlichen Aktivitäten teilzunehmen. Auch für den städtischen Bereich sah Wagner einen großen Bedarf solcher Aktivitäten, da auch hier die Lebenssituation vieler Menschen von finanziellen Schwierigkeiten geprägt sei.

Zwei Aspekte stellte der Leiter des kommunalen Jobcenters, Peter Dubowy, heraus:Die Sprache der Betroffenen zu treffen und die Selbstinitiative zu stärken, seien zwei Merkmale der Broschüre, die es besonders herauszuheben gelte. Es zeigten sich bei solchen Projekten immer wieder, welche vielfältigen Kompetenzen bei den Menschen vorhanden seien.

Das Redaktionsteam um Sonja Meuser und Dirk Neidull akzentuierte ihr Bemühen um Benutzerfreundlichkeit und eine ansprechende Gestaltung. Themen wie Freiwilligendienst und aktuelle Rechtssprechungen für die Leserschaft verständlich und umfassend einzuarbeiten, sei ein Ziel Ihrer Arbeit gewesen.

 

DownloadGröße
PDF icon Wali Broschüre.pdf7.85 MB