„Gründung der Kulturloge Lahn-Dill“ Kulturelle Teilhabe für Menschen mit geringen finanziellen Mitteln

Kurzbeschreibung des Projekts
Kultur und Bildung sind unentbehrliche Bestandteile einer demokratischen Gesellschaft und sollten für alle Bevölkerungsschichten zugänglich sein. Doch die Realität sieht oft anders aus. Viele Menschen sind aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation nicht in der Lage, Kulturveranstaltungen zu besuchen.
Es gibt es auch hier ab August eine Kulturloge, die es sich zum Ziel gesetzt hat, neue Möglichkeiten der Teilhabe für Menschen mit geringem Einkommen zu schaffen. Idee und Absicht der Kulturloge im Lahn-Dill-Kreis ist es, diesen Personenkreis kostenfrei am kulturellen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu lassen. Hauptzweck der Kulturloge ist es, Freikarten oder vergünstigte Angebote für kulturelle Veranstaltungen aller Art einzuwerben und diese an Menschen mit geringem Einkommen weiter zu vermitteln.


Kulturinteressierte Personen aus dem Lahn-Dill-Kreis können sich bei bestimmten sozialen Trägern – z.B. den Tafeln, der WALI oder anderen Anlaufpunkten – für die Angebote der Kulturloge anmelden. Hier werden sie nach ihren kulturellen Vorlieben und Interessen befragt. Diese Informationen werden an die Kulturloge weiter geleitet und Helfer der Loge informieren die Interessierten, sobald Karten aus dem jeweiligen Interessengebiet verfügbar sind. Natürlich können die Interessierten auch nachfragen, ob für bestimmte Veranstaltungen Karten hinterlegt wurden.

Akteure des Projekts
Die Kulturloge gebraucht für Nutzerinnen und Nutzer das schöne Wort „Gast“. Gast kann jeder werden, der nachweislich über ein geringes Einkommen verfügt. Dazu zählen Bezieherinnen und Bezieher von Alg-II-Leistungen, Grundsicherung, sog. „Aufstocker“-Leistungen, niedrigem Einkommen, niedriger Rente, Hilfe nach dem Asylbewerbergesetz, Hilfen aus dem Bereich der Wohnsitzlosigkeit und BAFÖG-Leistungen.

Die ersten Schritte
Eine zentrale Position im Bereich der Interessenwerbung könnten die Tafeln im LDK übernehmen. Durch Zweigstellen über den gesamten Kreis (Wetzlar, Dillenburg, Haiger, Herborn u.a.) verteilt, ist eine fast komplette Versorgungsdichte garantiert. In den Ausgabestellen sollte es dann möglich sein, über die Arbeit und die Angebote der Kulturloge zu informieren und für etwaige Interessenten, sich schriftlich anzumelden. Natürlich sollte für Interessierte auch die Möglichkeit bestehen, sich bei kooperierenden sozialen Trägern der Kulturloge anzumelden. Die Daten werden dann in eine Datenbank eingegeben. Dabei wird auch festgehalten, wofür sich die Gäste interessieren. Zusätzlich wird natürlich über die üblichen öffentlichen Kanäle für die Initiative Werbung gemacht: Presse, Funk und Fernsehen, über die möglichen Dienstwege von Institutionen, Trägern und Organisationen, übers Internet und mündliche „Propaganda“. Vielleicht bekommt man ja auch große Institutionen wie das Jobcenter oder das Sozialamt mit ins Boot.  
Bevor Vermittlungstätigkeiten beginnen können, müssen die Veranstalter von der Idee überzeugt und mit ins Boot geholt werden. Diese bieten der Kulturloge Karten an, die an die Interessierten weiter gereicht werden können. Das bedeutet, es muss intensive Überzeugungsarbeit bei den Kulturbetreibern geleistet werden.
Zudem müssen die Fragebögen der Interessierten von der Tafel oder anderen sozialen Trägern an ein gemeinsames „Eingabebüro“ übermittelt werden. Natürlich können die Interessierten die Bögen auch postalisch zur Anmeldung schicken. Hier gehts direkt zur Kulturloge.